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Asides

Die Weltmaschine – mit BOINC mitrechnen bei den LHC-Experimenten am CERN

Zu den faszinierendsten Vorgängen unserer Zeit gehört die Erforschung der Elementarteilchen, die unsere Welt zusammenhalten. Warum ist das so faszinierend? Wir könnten einfach nur kurz von dem Selbstverständnis abrücken, dass wir hier auf diesem Planeten mit festem Boden sind und formstabil bleiben oder mit anderen Worten: nicht einfach zerstrahlen oder nur eine Gaswolke im Weltall sind. Letzteres waren wir ja vielleicht mal – und dann haben wir angefangen zu rotieren und wurden dichter (nicht zu verwechseln mit dem Vorgang in der Kneipe).

Jeder möchte ja immer gerne wissen ‘warum’ – das Teenie-Mädel fragt sich ja z.B. oft nach dem ‘Warum’. Warum wurde ich von meinem Freund verlassen? Warum hat die und die bei Germany’s Next Topmodel gewonnen und nicht ich? Warum sind meine Haare heute so shaize? Viele Fragen nach dem Warum und Wissenschaftler fragen sich den ganzen Tag auch nichts anderes: Warum?

Da müsste es doch auch berechtigt sein zu fragen, warum sind wir nicht einfach eine Gaswolke im Weltall? Genau, wegen der Elementarteilchen, die uns zusammenhalten – die auch die Gaswolke zusammen halten würden und ihre Moleküle. Und danach wird geforscht: was hält uns wirklich zusammen und wie entstand der Urknall. Und vielleicht entdecken wir dabei auch die Teilchen, die ‘die Macht’ des Luke Skywalker ausmachen – na gut, die vermutlich nicht, aber ähnliche Teilchen.

Weil man schon lange viele kleine Teilchen kennt, die Quarks erlangten einige Berühmtheit, und die keine ausreichenden Antworten geben konnten, ist man nun auf dem Weg noch kleinere Teilchen zu erkunden und hat dafür eine Maschine gebaut, die die für die Versuche benötigten extrem hohen Engerien erzeugen kann – die Weltmaschine.

Bei dem Namen ist es keine Überraschung, dass das Gerät einen Umfang von 27 Kilometern hat und die Teilchen so nah an der Lichtgeschwindigkeit fliegen wie noch nie und damit wird dann aufeinander geschossen und es werden Versuche angestellt. Bei diesen Versuchen entstehen dann unglaubliche Datenmengen und man kann mittels der Software BOINC sogar selbst mithelfen, die Daten zu verarbeiten.

Mehr zur Verarbeitung der Daten des LHC mit BOINC und wie man mithelfen kann, gibt es hier zu lesen.

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